"Raupenbärchen (Macroglossum stellatarum)"
1. September 2009, 146 g, 18 cm, 8 Gelenke

Schaut, was ich im Garten gefunden habe: ein "Raupenbärchen" der Art Macroglossum stellatarum (auch bekannt als Taubenschwänzchen), das gerade die Blätter einer Kürbispflanze aß. Dieses Raupenbärchen ist ein bisschen spät dran, weil sich all die anderen Raupen bereits zu Schmetterlingen entwickelt haben. Als ich ein bisschen genauer hinsah, entdeckte ich, dass er Flügelanlagen hat - er hat kleine, unterentwickelte Flügelchen, die er verstecken oder entfalten kann. Folglich ist er irgendwie in seinem Raupenstadium stecken geblieben und wird sich nie zu einem Schmetterling entwickeln. Ich beschloss, dieses arme kleine Kerlchen mit nach Hause zu nehmen, da die Nächte draußen schon kalt werden. So ein "Raupenbärchen" ist ein richtig hungriger kleiner Geselle, habe ich festgestellt. Während ich einen Brennnesseltee für ihn machte, hatte er ein Viertel des Kopfsalats verputzt, den ich an dem Tag gekauft hatte. Nun, das ist wohl die Quelle seiner grünen Fellfarbe, die dem Grün der Raupe ähnelt. Dezente Raffungen an seiner Brust und seinen Flanken erinnern zusätzlich an die Haut einer Raupe. Sein charakteristisches Muster (zum Vergleich eine andere Taubenschwänzchen-Raupe) wurde mit vier verschiedenen Copic Pens, einer deckend weißen Stoffmalfarbe und einer hellgelben Seidenschleife gestaltet. Ich habe ein "Horn" an seinen Körper geschnitten, das ein grundsätzliches Merkmal der Schwärmerfamilie darstellt. In seinem Fall hat es eine orange Spitze. Seine Sohlen, Handinnenflächen und sein Gesicht wurden teilweise rasiert und mit der Nadel skulptiert. Um die schwarz, hellgelb und orange gestreiften "Füße" der Raupe zu immitieren, habe ich seine Krallen und Nase genauso gestickt. Seine unterentwickelten Flügel sind aus braunem Filz gemacht und können unter seinem Fell versteckt werden. Um sie auszufalten oder sie wieder hineinzustecken, kann ein Kugelschreiber (oder irgendein Stift, der keine Flecken macht) hilfreich sein. Eine hellgelbe Seidenschleife, die um zwei Haken gebunden wird, hält die Flügelchen unter seinem Fell. Schließlich hat "Caterpillbear" acht Gelenke (einschließlich eines doppelten Halsgelenks und beweglichen Handgelenken) und ist recht fest mit Schafwolle und Stahlgranulat gefüllt, letzteres gibt ihm ein schönes Gewicht und ermöglicht es ihm, richtig zu sitzen und zu stehen.

"Raupenbärchen" verbringt die meiste Zeit des Tages mit Essen, vielleicht glaubt er immer noch, dass er sich eines Tages in ein schönes Taubenschwänzchen verwandeln wird. Seine Leibspeisen sind Kopfsalat, Weißkohl und alle anderen Arten von grünen essbaren Blättern, die er in der Küche findet. Weiterhin liebt er Gummibärchen, aber nur die grün gefärbten. Und er ist verrückt nach "After Eight", er mag die Kombination von dieser Minzcreme und der dunklen Schokolade. Pfefferminztee und Brennnesseltee scheinen seine Lieblingsgetränke zu sein. Man muss ihn öfters daran erinnern, sich beim Essen Zeit zu lassen, da er meistens ziemlich schlingt. Manchmal verschluckt er sich auch an einem Bissen. Und man muss ihm auch öfters auf den Rücken klopfen nach einer großen Mahlzeit, damit er sein Bäuerchen machen kann. Aber Essen ist für ihn nicht alles, er braucht auch viel Liebe und Aufmerksamkeit. Wer möchte ihm ein warmes und trockenes Plätzchen in seinem Zuhause bieten und herausfinden, was er noch alles gern verspeist? Die Gewinnerin unseres ersten Quiz natürlich! Sie hat die Option gewonnen, ihn zuerst zu adoptieren.

Also wird er in Österreich wohnen, bei seiner neuen fürsorglichen Mami, Nicole. Sie wird sich nun darum kümmern, dass er genügend Essen und Liebe bekommt.

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